- Startseite
- Unsere Abteilungen
- Kinderklinik
- Kardiologie
- Angebotene Leistungen
- Echokardiografie-(Echo-)Labor
Echokardiografie-(Echo-)Labor
Echokardiografie bedeutet Ultraschalluntersuchung des Herzens. Das Echobild entsteht, indem vom Schallkopf in Richtung Herz gesendete hochfrequente Schallwellen (Ultraschall) an den Herzwänden reflektiert werden. Die Echokardiografie zeigt mit eindimensionalen (M-Mode), zwei- und dreidimensionalen Bildern den Aufbau des Herzens (Anatomie), die Kontraktionen des Herzens (Funktionen) und gegebenenfalls strukturelle Anomalien. Mit der konventionellen Doppler- und der farbkodierten Doppler-Echokardiografie lassen sich Defekte (Löcher) zwischen den Herzhöhlen und den großen Gefäßen sowie Verengungen und Undichtigkeiten der Herzklappen feststellen.
In welchen Fällen wird ein Echo durchgeführt?
Da es sich um ein nicht-invasives (unschädliches), leicht durchführbares und sicheres Verfahren handelt, wird es bei Beschwerden des Herz-Kreislauf-Systems und/oder bei Feststellung eines Herzgeräuschs oder veränderter Herztöne bei der Untersuchung durchgeführt.
Von wem wird das Echo durchgeführt?
Es wird von Kinder- und Erwachsenenkardiologen durchgeführt.
Ist das Echo schmerzhaft oder schädlich?
Es ist ein sicherer, unschädlicher und schmerzloser Test, kleine Kinder können jedoch manchmal weinen. Für eine optimale Untersuchung müssen die Patientinnen und Patienten etwa eine halbe Stunde ruhig in Rückenlage liegen. Um unruhige und weinende Kinder zu beruhigen, werden Spielzeug, verschieden farbige Gegenstände und Zeichentrickvideos eingesetzt. Patientinnen und Patienten, die sich dennoch nicht beruhigen lassen, erhalten oral Beruhigungsmittel (zum Beispiel Midazolam). Patientinnen und Patienten, bei denen ein Beruhigungsmittel erforderlich sein könnte, müssen nach 4 Stunden Nüchternheit (auch kein Wasser) zum Test kommen.
METHODEN DER ECHOKARDIOGRAFIE
Transthorakale Echokardiografie
Die transthorakale Echokardiografie wird durchgeführt, indem der mit Gel überzogene Schallkopf über die vordere linke Seitenwand des Brustkorbs geführt und unterhalb und oberhalb des Brustbeins in Richtung Herz gerichtet wird. Bei stark übergewichtigen Patientinnen und Patienten sowie bei Patientinnen und Patienten mit vermehrtem Luftgehalt der Lunge (Bronchiolitis, Emphysem) kann die Bildqualität beeinträchtigt sein.
Transösophageale Echokardiografie
Die transösophageale Echokardiografie ist ein echokardiografisches Verfahren, bei dem der Schallkopf in einigen Fällen zur klareren Darstellung des Herzens über den Mund in die Speiseröhre eingeführt wird. Dieser Eingriff wird in einer Umgebung durchgeführt, in der Herzfrequenz, Blutdruck und Atmung der Patientin bzw. des Patienten überwacht werden können (wie Operationssaal oder Katheterraum). Damit der Schallkopf geschluckt werden kann und die Untersuchung angemessen und sicher durchgeführt werden kann, ist häufig eine Vollnarkose erforderlich. Der Eingriff dauert durchschnittlich 30 bis 60 Minuten. Er kann bei stationären und ambulanten Patientinnen und Patienten angewendet werden. Ambulante Patientinnen und Patienten werden nach dem Eingriff 2 bis 3 Stunden überwacht und nach vollständigem Erwachen nach Hause entlassen.
Die Untersuchung wird insbesondere zur Feststellung von Einrissen in der Wand der Aorta (Hauptschlagader), von Thrombusbildungen (Gerinnseln) in den Herzhöhlen und auf den Klappen sowie von Vegetationen (infizierten Gerinnseln) und besonders während Herzoperationen, bei denen eine Klappenreparatur durchgeführt wird, als Unterstützung für die Chirurgin bzw. den Chirurgen eingesetzt. Außerdem wird sie beim transkatheterbasierten Verschluss eines Vorhofseptumdefekts oder Ventrikelseptumdefekts eingesetzt, um die Größe des Defekts und die korrekte Position des im Defekt platzierten Geräts zu bestimmen.
Nach dem Eingriff kann einige Stunden lang Halsschmerz auftreten. Obwohl es ein sicheres Verfahren ist, besteht ein sehr geringes Risiko für Speiseröhrentrauma und -perforation.
Intraoperative Echokardiografie
Das intraoperative Echo wird während der Operation durchgeführt, indem der Schallkopf unter sterilen Bedingungen direkt auf das Herz gelegt oder über den Mund in die Speiseröhre vorgeschoben wird. Mit diesem Verfahren werden das chirurgische Vorgehen und die Herzfunktionen beurteilt. Wird ein Problem festgestellt, ermöglicht es, das Problem sofort während der Operation zu beheben.
Stress-Echokardiografie
Sie wird eingesetzt, um festzustellen, ob in den Koronararterien, die den Herzmuskel mit Blut versorgen, eine teilweise Verengung besteht (teilweise Verengungen, die in Ruhe keine Befunde zeigen, aber bei körperlicher Belastung oder Stress die Versorgung des Herzmuskels stören können). Mit diesem Verfahren wird die Kontraktion des Herzens in Ruhe und unter Belastung beurteilt. Die Belastung kann durch körperliche Anstrengung erzeugt werden, aber auch durch verschiedene Medikamente (Dobutamin oder Dipyridamol), die die Herzfrequenz steigern oder eine Verminderung des koronaren Blutflusses bewirken. Wird die Echokardiografie unter Medikamentengabe durchgeführt, spricht man von pharmakologischer Stress-Echokardiografie. Da die Echokardiografie während körperlicher Anstrengung schwer durchführbar ist, wird die pharmakologische Belastung bevorzugt.
Fetale Echokardiografie
Das Herz des ungeborenen Kindes (Fetus) im Mutterleib kann mit der fetalen Echokardiografie beurteilt werden. Dieses Verfahren ist das praktischste und zuverlässigste. Der mit Gel überzogene Schallkopf wird über den Bauch der Mutter geführt. Es wird empfohlen, das erste fetale Echo zwischen der 18. und 20. Schwangerschaftswoche durchzuführen; es kann jedoch auch in späteren Wochen angewendet werden. Es ist weder für die Mutter noch für den Fetus schädlich. Die fetale Echokardiografie wird durchgeführt, wenn bei der von Frauenärztinnen und Frauenärzten durchgeführten Routine-Ultraschalluntersuchung Zweifel am Herzen des Kindes bestehen, wenn Probleme der Mutter und/oder der Familie vorliegen, die die Herzgesundheit des Kindes beeinträchtigen können, oder auf Wunsch der Familie
ANWENDUNGSGEBIETE DER FETALEN ECHOKARDIOGRAFIE
-
-Beschreibung der Morphologie des Herz-Kreislauf-Systems
-
-Beurteilung von Herzrhythmus, Herzfrequenz sowie von Kreislauf- und Funktionsstörungen
-
-Überwachung von Arrhythmien und der fetalen Herzfunktion
-
-Verlaufskontrolle der Behandlung von Arrhythmien und Herzinsuffizienz
-
-Überwachung der Nebenwirkungen einer bei der Mutter durchgeführten Behandlung auf den Fetus
-
-Sie kann eingesetzt werden, um Frauenärztinnen und Frauenärzten bei der Festlegung von Zeitpunkt und Art der Entbindung eine Orientierung zu geben, wenn eine ausgeprägte Herzerkrankung vorliegt (die nach der Geburt operativ vollständig korrigiert werden kann) oder wenn der Fetus zur Gruppe der schweren intrauterinen Herzerkrankungen gehört und die Schwangerschaft zwar beendet werden könnte, wegen des fortgeschrittenen Schwangerschaftsalters aber nicht mehr beendet werden kann oder die Familie einen Abbruch nicht wünscht. Demnach wird empfohlen, die Entbindung in einem Zentrum durchzuführen, in dem medizinische und chirurgische Behandlungen für das Neugeborene möglich sind.
-
-Bei Feten, bei denen nach der Geburt eine vollständige operative Korrektur nicht möglich ist und die zur Gruppe der schweren intrauterinen Herzerkrankungen gehören, wird der Familie erklärt, dass die Schwangerschaft möglicherweise vor der 24. Woche (oder vor einer gesetzlich festgelegten Frist) beendet werden kann.
-
–Die Familie wird zur genetischen Beratung überwiesen. Wenn ein Schwangerschaftsabbruch aus genetischen Gründen keine Alternative ist, kann je nach Schwere der vorliegenden Herzerkrankung darüber informiert werden, ob die Schwangerschaft fortgesetzt werden kann.
-
–Sie ermöglicht die Entwicklung und Anwendung neuer Behandlungsverfahren wie pränataler Chirurgie und interventioneller Katheterverfahren. Schwangere, deren Feten schwere oder bestimmte ausgeprägte Herzerkrankungen haben, müssen an ein Zentrum der Maximalversorgung mit Neugeborenen-Intensivstation, pädiatrischer Kardiologie und Herz-Gefäß-Chirurgie überwiesen werden.
Was Sie vor der Echountersuchung wissen müssen
Von den Echountersuchungen erfordert nur die transösophageale Echokardiographie eine Vollnarkose, daher müssen Sie dazu nach mindestens 6-8 Stunden Nüchternheit erscheinen. Bei den übrigen Echountersuchungen ist keine Nüchternheit erforderlich. Bei kleinen Kindern wird sogar empfohlen, leicht gesättigt zur Untersuchung zu kommen, da Hunger zu Unruhe und Weinen führen würde.
Wenn je nach Art der Untersuchung eine zusätzliche Vorbereitung erforderlich ist, beachten Sie bitte die Hinweise Ihrer Ärztin bzw. Ihres Arztes.
Wonach richtet sich die tägliche Terminreihenfolge bei der Echountersuchung?
Echotermine werden in zwei Gruppen vergeben: vormittags und nachmittags. Je nach Auslastung des Untersuchungsraums und Art der Untersuchung kann innerhalb dieses Zeitraums jede Patientin bzw. jeder Patient der Gruppe an die Reihe kommen. Da die Patienten während der Untersuchung ruhig und still liegen müssen, haben SCHLAFENDE KINDER, NOTFALLPATIENTEN UND STATIONÄRE PATIENTEN IN SCHWIERIGER LAGE Vorrang. Daher sollten Patienten etwa 2-3 Stunden für die Untersuchung einplanen und sich wegen der Reihenfolge keine Sorgen machen.
Wann erhalten Sie Ihr Echoergebnis?
Die Echoergebnisse werden unmittelbar nach der Untersuchung mitgeteilt. Dank der sehr klaren Echobilder können viele Patienten operiert werden, ohne dass eine weitere Untersuchung (wie eine Herzkatheteruntersuchung) erforderlich ist. Bei diesen Patienten werden Anamnese, körperliche Untersuchung und Untersuchungsergebnisse in der KONSILSITZUNG, die am ersten Mittwoch nach der echokardiographischen Untersuchung stattfindet, gemeinsam besprochen, und der für die Patientin bzw. den Patienten festgelegte Behandlungsplan wird der Familie unmittelbar nach der Sitzung mitgeteilt.