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Herzszintigrafie (Myokardperfusionsszintigrafie)

Die Myokardperfusionsszintigrafie wird durchgeführt, um zu untersuchen, ob die Durchblutung des Herzmuskels gestört ist.

Der Herzmuskel wird über besondere Gefäße, die sogenannten Koronargefäße, versorgt. Sind die Koronargefäße verengt oder verschlossen (man spricht dann von einer koronaren Herzkrankheit), erhält Ihr Herz nicht genügend Sauerstoff. Dies kann ohne jegliche Beschwerden verlaufen oder Brustschmerzen verursachen.

Der Belastungs-/Ruhe-Myokardtest ist eine Untersuchung, mit der die Durchblutung des Herzens in zwei verschiedenen Situationen gemessen werden kann: einmal unter Belastung (zum Beispiel beim Sport) und einmal in Ruhe. Dafür wird Ihnen eine geringe Menge radioaktiver Substanz verabreicht, anschließend werden mit einem um Ihren Brustkorb rotierenden Gerät (Gammakamera) Bilder Ihres Herzens aufgenommen. Anhand dieser Bilder lässt sich die Durchblutung des Herzens unter Belastung und in Ruhe vergleichen. Die Ruheuntersuchung wird manchmal am selben Tag wie die Belastungsuntersuchung, manchmal an einem anderen Tag durchgeführt.

Belastungstest
Der Belastungstest wird als Gehen auf dem Laufband durchgeführt. Wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt entscheidet, dass Sie dies nicht leisten können, führt sie bzw. er einen medikamentösen Belastungstest durch, indem Medikamente (wie Dipyridamol oder Dobutamin) verabreicht werden, die die körperliche Belastung nachahmen und Ihr Herz beschleunigen. Vor Beginn der Belastung werden kleine Elektroden auf Ihrer Brust angebracht. Damit wird während der Belastung ein EKG zur Überwachung des Herzrhythmus aufgezeichnet.

Die Belastung ist zu Beginn leicht. In den folgenden Minuten wird sie etwas anstrengender, und mit zunehmender Anstrengung steigen Ihre Herzfrequenz und Ihr Blutdruck an. Das ist völlig normal. Solange Sie sich belasten, werden Ihr EKG und Ihr Blutdruck laufend überwacht. Falls Sie während des Belastungstests irgendwelche Beschwerden haben, teilen Sie dies bitte dem Personal mit. Kurz vor oder kurz nach dem Ende des Belastungstests wird Ihnen über die Vene eine geringe Menge radioaktiver Substanz verabreicht. Diese Radioaktivität reichert sich im Verhältnis zur Durchblutung des Herzmuskels in Ihrem Herzen an. Die Belastungsaufnahmen werden 5 bis 30 Minuten nach der Verabreichung der Radioaktivität gemacht. Die Aufnahme dauert 15 bis 20 Minuten.

Ruheuntersuchung
Wurde bei der Belastungsuntersuchung Thallium-201 als radioaktive Substanz verwendet, ist für die Ruheuntersuchung keine zweite Injektion nötig, und die Aufnahmen des Herzens werden 3 bis 4 Stunden nach der Belastungsuntersuchung wiederholt. Wurde für die Belastung Tc-99m-MIBI verwendet, ist für die Ruheuntersuchung eine separate Injektion erforderlich. Diese erfolgt am selben oder an einem anderen Tag wie die Belastung, und etwa 0,5 bis 1 Stunde nach der Injektion werden die Aufnahmen gemacht.

Was Sie vor der Myokardperfusionsszintigrafie wissen sollten

  • Kommen Sie in bequemer Kleidung zur Untersuchung. Wenn Sie sich belasten sollen, kommen Sie unbedingt mit Sportschuhen und Sportkleidung.

  • Vergessen Sie nicht, Medikamente, die vor der Untersuchung abgesetzt werden sollen, für den Ihnen mitgeteilten Zeitraum abzusetzen.

  • Die radioaktive Substanz, die Ihnen zur Darstellung Ihres Herzens verabreicht wird, zerfällt nach einer gewissen Zeit von selbst und wird zudem über die normalen Körperfunktionen ausgeschieden. Reichlich Flüssigkeit nach der Untersuchung erleichtert die Ausscheidung der Substanz.

  • Bedenken Sie: Während der Belastungs- und Ruheaufnahmen müssen Sie bewegungslos liegen. Bewegungen verschlechtern die Bildqualität und führen zu Fehlinterpretationen.

  • Nach der Untersuchung können Sie Ihren normalen Aktivitäten nachgehen. Nehmen Sie Medikamente, die Sie wegen der Untersuchung vorübergehend abgesetzt hatten, wieder ein.