Internationale PatientenAktuellesKontakt
UNIVERSITÄTSKLINIKENHACETTEPE
  1. Startseite
  2. Unsere Abteilungen
  3. Erwachsenenklinik
  4. Neurologie
  5. Angebotene Leistungen
  6. Neuromuskuläre Erkrankungen (Muskel- und Nervenerkrankungen) und Muskel-/Nervenbiopsien
Angebotene Leistungen

Neuromuskuläre Erkrankungen (Muskel- und Nervenerkrankungen) und Muskel-/Nervenbiopsien

Neuromuskuläre Erkrankungen befassen sich mit Erkrankungen der Muskeln, der die Muskelbewegung steuernden Nerven und der Stellen im Rückenmark, an denen diese Nerven entspringen. Zu den häufigsten dieser Erkrankungen gehören Muskelerkrankungen, im Volksmund als „Muskelschwund“ bekannte „Muskeldystrophien“, im Volksmund als „Nervenentzündung“ bezeichnete „Neuropathien“, Myasthenie und ALS (amyotrophe Lateralsklerose bzw. Motoneuronerkrankungen). In unserer Abteilung werden Untersuchungen zur Diagnose und Behandlung dieser Erkrankungen durchgeführt. Die für die Diagnose eines Teils dieser Erkrankungen erforderlichen Muskel- und Nervenbiopsien können in dem in unserer Abteilung befindlichen „Labor für neuromuskuläre Erkrankungen“ durchgeführt werden. Dieses Labor ist eines der beiden großen Labore unseres Landes auf diesem Gebiet, die zu neurologischen Instituten gehören. Muskel- und Nervenbiopsien werden von auf dem Gebiet fachkundigen Lehrkräften durchgeführt, im Labor aufbereitet und wiederum von denselben Lehrkräften beurteilt.

Was Sie über die Muskelbiopsie wissen müssen

Für eine Muskelbiopsie müssen Sie vorher bei den zuständigen Lehrkräften einen Termin vereinbaren. Wenn Sie zur Terminvereinbarung kommen, müssen Sie das von Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt ausgestellte Dokument mit ausführlichen Informationen zu Ihrer Erkrankung sowie Ihr EMG-Ergebnis mitbringen. Zur Biopsie zu dem Ihnen genannten Datum und der Uhrzeit müssen Sie eine Packung Pflaster mitbringen. Für die Biopsie müssen Sie NICHT nüchtern sein.

Muskelbiopsien werden meist am linken Arm, seltener am linken Bein durchgeführt.
Während des Eingriffs wird durch einen 4 cm langen Schnitt am Arm oder Bein ein Stück des Muskels entnommen. Da das entnommene Stück klein ist, verursacht es keine Schwäche.
Die Muskelbiopsie erfolgt, nachdem die Schnittstelle mit einem Lokalanästhetikum betäubt wurde. Wenn Sie früher eine allergische Reaktion auf eine Lokalanästhesie hatten, teilen Sie dies bitte mit.
Da es während des Eingriffs zu Blutungen kommen kann, teilen Sie bitte vorher mit, wenn Sie ein Medikament einnehmen, das die Blutgerinnung verzögert (wie Aspirin oder Marcumar).
Nach der Entnahme des Muskels wird die Schnittstelle mit Nähten verschlossen. Die Nähte unter der Haut lösen sich von selbst auf. In die Haut wird eine Naht gesetzt, die etwa eine Woche später entfernt wird. Die Biopsie dauert 30 Min. Am Tag der Biopsie müssen Sie den Arm oder das Bein, an dem die Biopsie durchgeführt wurde, schonen. Am nächsten Tag können Sie zu Ihren normalen Aktivitäten zurückkehren. Bis die Naht entfernt wird, müssen Sie die Schnittstelle trocken halten. Ein Verband ist nicht erforderlich. Die Naht wird nach 1 Woche von uns entfernt. Ihr Biopsieergebnis wird Ihnen ebenfalls am selben Tag mitgeteilt.

Was Sie über die Nervenbiopsie wissen müssen

Für eine Nervenbiopsie müssen Sie vorher bei den zuständigen Lehrkräften einen Termin vereinbaren. Wenn Sie zur Terminvereinbarung kommen, müssen Sie das von Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt ausgestellte Dokument mit ausführlichen Informationen zu Ihrer Erkrankung sowie Ihr ENMG-Ergebnis mitbringen. Zur Biopsie zu dem Ihnen genannten Datum und der Uhrzeit müssen Sie eine Packung Pflaster mitbringen. Für die Biopsie müssen Sie NICHT nüchtern sein.

Nervenbiopsien werden am linken Bein durchgeführt. An dem Tag, an dem Sie zur Biopsie kommen, muss Ihr linkes Bein ab dem Knie abwärts rasiert sein.
Während des Eingriffs wird durch einen 4 cm langen Schnitt am Bein ein Stück des Nervs entnommen. Der entnommene Nerv ist ein rein sensibler Nerv, das heißt, er leitet Empfindungen der Haut weiter, führt nicht zu den Muskeln, und seine Entnahme verursacht keine Schwäche.

Die Nervenbiopsie erfolgt, nachdem die Schnittstelle mit einem Lokalanästhetikum betäubt wurde. Wenn Sie früher eine allergische Reaktion auf eine Lokalanästhesie hatten, teilen Sie dies bitte mit.
Da es während des Eingriffs zu Blutungen kommen kann, teilen Sie bitte vorher mit, wenn Sie ein Medikament einnehmen, das die Blutgerinnung verzögert (wie Aspirin oder Marcumar).
Nach der Entnahme des Nervs wird die Schnittstelle mit Nähten verschlossen. Die Nähte unter der Haut lösen sich von selbst auf. In die Haut wird eine Naht gesetzt, die etwa 10 Tage später entfernt wird. Die Biopsie dauert 30-40 Min. Am Tag der Biopsie müssen Sie das Bein, an dem die Biopsie durchgeführt wurde, schonen. Am nächsten Tag können Sie zu Ihren normalen Aktivitäten zurückkehren. Bis die Naht entfernt wird, müssen Sie die Schnittstelle trocken halten. Ein Verband ist nicht erforderlich. Die Naht wird nach 10 Tagen von uns entfernt. Ihr Biopsieergebnis wird Ihnen ebenfalls am selben Tag mitgeteilt.

Nach der Biopsie kann es zu einem Taubheitsgefühl am äußeren Teil des Fußes einschließlich der Ferse sowie im Biopsiebereich zu einem Kribbeln und Schmerzgefühl kommen, das einige Wochen, selten bis zu einem Jahr anhalten kann.